K-141 Kursk U-Boot-Unglück
Der Name der Stadt Kursk erfüllt die russische Bevölkerung mit nationalem Stolz so sehr, dass sie einem der leistungsstärksten U-Boote der Welt den Namen "Kursk" gab. Die Schlacht bei Kursk war ein bedeutendes Kriegsereignis an der Ostfront während des Zweiten Weltkriegs. Es bleibt bis heute das größte Gefecht aller Zeiten und auch die teuerste Luftschlacht, die an einem einzigen Tag geführt wurde. Bis dahin war keine größere deutsche Offensive des Zweiten Weltkriegs zurückgeschlagen worden. An dieser Schlacht waren zwei Millionen Soldaten, 4.500 Flugzeuge und über 6.000 Panzer beteiligt. Über eine Million Soldaten verloren ihr Leben. Am 2. August 2000 ging der Name Kursk erneut durch die Welt diesmal kündete er von einem Unglück. Eins der größten U-Boote der Welt war mit der gesamten Besatzung verlorengegangen. Die Kursk war ein U-Boot der Oscar-2-Klasse Die wichtigste Aufgabe des Oscar -U-Boots war es, Flugzeugträger anzugreifen und zu versenken. Bis heute ist es nicht ganz klar, wie viele Oscars gebaut wurden; man geht davon aus, dass es fünfzehn waren, gebaut zwischen 1985 und 1999. Die Sowjets hatten noch größere U-Boote als die Oscar-2-Klasse gebaut. Die U-Boote der Taifun-Klasse sind atombetriebene, mit Interkontinentalraketen bestückt. Taifun-U-Boote sind die größten, die je gebaut wurden. Sie sind 175 Meter lang, 23 Meter breit und haben einen Tiefgang von 12 Metern. Es gibt nur sechs U-Boote dieses Typs. Man hätte es nicht für möglich gehalten, dass derartig große U-Boote so stark beschädigt werden können, dass sie sinken. Das Undenkbare geschah jedoch am 2. August 2000. Die Kursk ging auf tragische Weise in der Barentssee unter. Man glaubt, dass das Eindringen von Wasserstoffperoxid in den vorderen Torpedoraum zur Detonation eines Torpedo-Sprengkopfes geführt hat, was wiederum eine Explosion von etwa sechs weiteren Sprengköpfen zwei Minuten später auslöste. Die zweite Explosion entsprach einer Sprengkraft von 3,7 Tonnen TNT und war so groß, dass sie auf Seismographen in ganz Nordeuropa registriert wurde. Durch die Explosion und die Überflutung durch Meerwasser starben die meisten der 118 Matrosen sofort, nur 23 überlebten im Heck des U-Boots. Die Welt hielt den Atem an und hoffte, dass Rettungskräfte die Überlebenden der Explosion würden retten können. Unglücklicherweise kam die Rettungsaktion zu spät und auch die Überlebenden starben einige Tage später. Mit einer gewaltigen Bergungsaktion wurde die Kursk aus der Tiefe geborgen, um die Atomreaktoren zu stabilisieren. Etwa ein Jahr nach dem Untergang waren die Bewohner der Hafenstadt Rosljakovo von der Nachricht beunruhigt, die Regierung plane, das Atom-U-Boot in den Hafen zu schleppen und dort, vor ihrer Haustür, zu lagern. Man fürchtete vor allem, dass aus den beiden leistungsstarken Atomreaktoren Strahlung austreten könnte und zu einer Verseuchung des Stadtgebiets führen würde. Tatsächlich beendete die Kursk ihr Dasein dort und soll ohne Probleme zerlegt worden sein. Seit dem Unfall auf der Kursk kam es zu weiteren Zwischenfällen. Im Jahr 2001 geriet die USS Greeneville versehentlich unter ein japanisches Schulschiff und versenkte es. Im Mai 2003 erklärte China, dass die gesamte Besatzung der Ming 361 umgekommen sei. Am 5. Oktober 2004 brachen auf einem kanadischen U-Boot zwei Feuer aus. Ein Besatzungsmitglied wurde getötet.
- Anbieter
- World Wide Entertainment
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 4:32 min
- Schlagworte
- Russland, Putin, U-Boot, Unglück, Untergang, Atom-U-Boot, Atomkraft, Katastrophe, Seefahrt, Tiefsee, Schiffahrt, Histoclips
Sachgebiete
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