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Japans Pazifikkrieg

Cover: Japans Pazifikkrieg

Im Juli 1941: Deutschland hat die Sowjetunion überfallen und drängt Japan, das Gleiche zu tun. Premier Fürst Konoe, im Gegensatz zu seinem Kriegsminister T?j?, rechts, glaubt nicht an einen deutschen Sieg. Aber auch T?j? will Russland nicht angreifen, er sieht die einzige Chance für Japan im Süden. Seine Regierung weiß, in welcher Sackgasse ihr Land sich befindet. Roosevelts Sanktionen strangulieren die Wirtschaft mehr und mehr. Kein Öl, kein Gummi, kein Zinn oder Kupfer kommen mehr aus den pazifischen Gebieten, die von den Westmächten kontrolliert werden. Japans Guthaben in den USA sind eingefroren. Will Tokio aus diesem Würgegriff heraus, bleibt ihm nur die Verständigung mit Washington oder die Flucht nach vorn - in den Krieg. Konoe will ein Gipfelgespräch mit Roosevelt, aber Roosevelts Außenminister Hull traut den Japanern nicht. Er fordert deren Rückzug nicht nur aus Französisch-Indochina, sondern auch aus China. Alles oder Nichts. Damit aber würde Konoe sein Gesicht verlieren. Nur zweieinhalb Wochen nach Beginn des Kriegs ist Hongkong gefallen, das Symbol britischer Macht, britischen Einflusses in China. Es war auch das Symbol der Vorherrschaft des weißen Mannes in Asien, die nun unter dem Ansturm von Asiaten endgültig zusammenbricht. Die Masse der Japaner ist überzeugt, dass das Wagnis dieses Krieges, das Opfer so vieler Menschenleben notwendig war, wenn Japan überleben und Asien frei werden sollte. Mit dem Überfall auf Pearl Harbor schafften die Japaner die Voraussetzungen für den Siegeszug der kommenden Wochen, eine Parallele zu den deutschen Blitzfeldzügen. Mit der Besetzung Indochinas hatten sie schon 1940 begonnen, nun stoßen sie in rascher Folge vor auf die Philippinen, nach Malaya und Singapur, nach Thailand und Burma, nach Niederländisch-Indien, der indonesischen Inselgruppe und auf die Inselgruppen im Pazifik. Nun haben sie die Rohstoffe und die Bodenschätze, die sie so dringend brauchen und an denen ihr Mutterland so arm ist. Bis zum Mai 1942, ein halbes Jahr nach Pearl Harbor, hat Japan seinen Machtbereich über Südost-Asien und den halben pazifischen Ozean im Nordosten bis zu den Aleuten-Inseln Attu und Kiska auf halbem Wege zur Küste Alaskas ausgedehnt. Der große Gegenstoß der Amerikaner, zunächst mit schweren Verlusten: Hier stürzt eine "Fliegende Festung", von japanischen Geschossen getroffen, über der Insel Palau ab. Seit Ende 1943 haben die Amerikaner, im Sprung von Insel zu Insel über den Pazifik, den Japanern eine Eroberung nach der anderen wieder entrissen. Nun, im Herbst 1944 bombardieren ihre "Fliegenden Festungen" drei Tage lang Palau, die letzte Station vor den Philippinen. Längst haben die Amerikaner die Luftherrschaft. Die Wende des Krieges zur See hatte die US-Marine schon sieben Monate nach Pearl Harbor herbeigeführt, in der Schlacht bei den Midway-Inseln. Jetzt treffen die Amerikaner bei der Invasion der Philippinen an der Küste kaum noch auf Gegenwehr.

Anbieter
Chronos-Media GmbH
Jahr
2011
Dauer
3:23 min
Schlagworte
Krieg, Weltkrieg, Pazifikkrieg, Pazifik, Japan, USA, Vereinigte, Staaten, von, Amerika, Insel, Macht, Rohstoff, Einfluss, Histoclips

Sachgebiete

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