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1969 - Aufbruch zum Mond

Cover: 1969 - Aufbruch zum Mond

Das ist das Ziel. Und das ist die Rakete. Apollo elf. Am Beginn einer historischen Mission. Stephen Bales – NASA Mission Control: Das war der Schlussakt eines Schauspiels, das seit Jahren lief. Das war der große Menschheitstraum: zum Mond zu fliegen. Die erste Rakete war eine deutsche Erfindung für den Krieg. Sie flog nicht ins Weltall sondern bis London. Ihr Vater Wernher von Braun wird auch die Mondrakete bauen. 1957: Der Sputnik schockt die Welt. Der erste Satellit im All. Er kommt aus der Sowjetunion. Und auch das erste Lebewesen: Die Hündin Laika. Die konsternierten Amerikaner schicken den Schimpansen Ham zum Himmel. Dann besteigt Yuri Gagarin seine Rakete. Der erste Mensch im Kosmos. Ein großer Sieg im Kalten Krieg für das Sowjet-System und den Kommunismus. Ein Weltraum-Held. Alexei Leonov - sowjetischer Kosmonaut Wir lagen vorn: wir hatten den ersten Mensch im All, Juri Gagarin. Wir haben den ersten Raumspaziergang unternommen, das war ich. Wir hatten die erste Frau im Weltraum, Valentina Tereschkova, – also, das war ein echter Wettlauf. Den will der amerikanische Präsident gewinnen. (O-Ton offen: Insert: John F. Kennedy Monat 1961) "Diese Nation sollte bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen zum Mond bringen und wieder sicher zurück zur Erde." Buzz Aldrin – Astronaut: Das war das Ziel, und wir mussten es so schnell wie möglich erreichen. Mit Kennedys Hilfe holt die NASA mächtig auf im Wettlauf zum Mond. Als erster Amerikaner umkreist John Glenn die Erde. Alexei Leonow Es war ein harter Kampf. Und leider holten uns die Amerikaner ein. 16. Juli '69: Letzte Chance, den Traum des Präsidenten zu erfüllen. Mit diesen Männern: Neil Armstrong, Michael Collins, Buzz Aldrin. Stephen Bales, NASA Niemand hatte das je geschafft. Und diese Männer wollten die Chance nutzen. Countdown für Apollo 11. Im Kontrollzentrum Houston wissen die Experten, an diesem Tag muss sich das Rennen zum Mond entscheiden... Stephen Bales Unser Chef meldete sich. Was er dann sagte, vergesse ich nie: In zehn Minuten geht’s los, und wir werden gewinnen. Buzz Aldrin Als die Rakete abhob, ganz ehrlich, da hat keiner von uns den Augenblick gespürt, in dem wir die Erde verließen. Alexej Leonov, Kosmonaut Wir machten uns Sorgen um die Amerikaner. Und wir wünschten unseren Kollegen, dass sie's schaffen würden. Denn sie waren die Vertreter der gesamten Menschheit. Apollo 11 verlässt die Erdatmosphäre. Der Flug zum Mond dauert fast drei Tage. Routine im Cockpit überdeckt die Anspannung der Männer. Buzz Aldrin Wir wussten ganz gut, wie der Mond aus der Ferne aussieht. Aber wenn Du ihm näherkommst, sieht er ganz anders aus. Eine Kraterlandschaft – kalt und abweisend. Als sich die Landefähre nähert, schlägt der Bordcomputer Alarm. 400.000 Kilometer entfernt: Im Kontrollzentrum wird der Ernst der Lage klar. Houston hat ein Problem. Stephen Bales Wir landen zu schnell. 5 Meter in der Sekunde. Und der Treibstoff geht aus. (O-Ton Funkverkehr: Sixty Seconds.) Es ist die längste Minute der bemannten Raumfahrt. Buzz Aldrin: Ich dachte nur, das Ding muss schnell runter, hoffentlich. Ich glaube, wir hatten noch Treibstoff für höchstens sechzehn bis zwanzig Sekunden. 20. Juli '69: Die Jahrhundert-Landung. (O-Ton Funkverkehr: ”Houston, Tranquility base here, the Eagle has landed.”) Alexej Leonov Die Luke ging auf, und als Neill Armstrong die Leiter runterstieg, da wünschte ich ihm alles Glück der Welt. (O-Ton Funkverkehr: It’s one, small step for man, one giant leap for mankind.) Ein großer Schritt für die Menschheit. Stephen Bales Ich konnte es nicht glauben. Es war, als hätte sich die ganze Welt verändert. Die Welt wird nie mehr sein wie vorher. Wir sind auf dem Mond. Wenn auch nur für einen Tag – aber wir sind da, und wir werden den Mond erforschen. Diese Bilder sind Balsam für die Seele einer Nation, die zur gleichen Zeit das Trauma des Vietnamkriegs durchlebt. Buzz Aldrin Wir hatten das Glück, diesen Flug machen zu können – und darauf werde ich immer stolz sein. Eine Woche, nach dem Start von Apollo 11, kehren Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin wohlbehalten zur Erde zurück. Kennedys Traum ist in Erfüllung gegangen. Jetzt begrüßt ein anderer Präsident die Männer vom Mond. Stephen Bales Ich konnte es nicht glauben. Obwohl wir jahrelang daraufhin gearbeitet haben. Das wollten die Menschen seit Jahrhunderten, und wir hatten es geschafft. Die Jubelfeier war die größte, die man je erlebt hat, sagt man in New York noch heute. Eine große Feier für einen kleinen Schritt.

Anbieter
Zolcer TV
Jahr
2011
Dauer
8:18 min
Schlagworte
1969, Mond, Neil Armstrong, Raumfahrt, USA, Sputnik, Weltall, Alexeij Kokov, Stephan Bales, Buzz Aldrin, Histoclips

Sachgebiete

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