Zivilarbeiter in der Rüstungsindustrie
Neue bewaffnete Konflikte bedeuten neue Rüstungsanstrengungen. Bereits im Februar 1940 hat die Reichsregierung aufgrund des kriegsbedingt zurückgehenden Arbeitskräftepotenzials zu einer "Erzeugungsschlacht" aufgerufen. Jetzt sollen Facharbeiter und Studenten zur Arbeit in der Rüstungsindustrie zwangsverpflichtet werden. Da die Frau, ideologisch gesehen, als Arbeitskraft für die NS-Führung nicht in Frage kommt, muss der Arbeitskräftemangel mit "Menschenmaterial aus dem Osten", Zivilarbeitern aus dem sogenannten Generalgouvernement, aber auch Kriegsgefangenen aufgestockt werden. Ein Auszug aus einem deutsch-polnischen Propagandafilm: "Sa Granica - Zu Besuch in Deutschland". In der Propaganda ist alles ganz einfach. Man liest von guter Bezahlung und Unterbringung, besteigt in Krakau einen komfortablen Zug und kommt in das gelobte Land. In diesem Film ist die Wirklichkeit ausgeblendet. Die idyllischen Bilder vom interessanten Arbeitsplatz, den netten Kollegen zeigen nichts von dem, was sich hinter den Kulissen abspielt. Am 8. März erlässt Reichsführer-SS Heinrich Himmler eine Verordnung, die polnische Zivilarbeiter im Reich zum Tragen eines "Polen-Abzeichens" verpflichtet, jegliche Kontaktaufnahme mit deutschen verbietet, geschlechtliche Beziehungen sogar mit dem Tode bestraft. Hinzu kommen Ausgangssperren und Verbot des Besuchs öffentlicher Einrichtungen. Da der NS-Führung die Zahl der freiwilligen Arbeiter nicht genügt, werden ab April 1940 obendrein Zwangsdeportationen vorgenommen.
- Anbieter
- Chronos-Media GmbH
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 1:51 min
- Schlagworte
- Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, 2. Weltkrieg, 2WK, NSDAP, Hitler, Goebbels, Himmler, Propaganda, Propagandafilm, Kriegsgefangene, Sklavenarbeit, Ausbeutung, Rüstung, Waffenproduktion, Zwangsarbeit, Deutschland, Deutsche Geschichte, NS-Zeit, Drittes Reich, Histoclips
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