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Kinderlandverschickung

Cover: Kinderlandverschickung

Die militärischen Vorbereitungen für den Überfall auf die Sowjetunion werden vom Propagandaministerium zwar verschwiegen, doch halten sich in der Bevölkerung hartnäckige Gerüchte. Geschürt werden sie durch Soldaten auf Heimaturlaub oder Truppenverlegungen an die Ostgrenze. Mit der Begründung der gesundheitlichen Förderung von Stadtkindern hatte die Reichsführung bereits 1940 mit der sogenannten Kinderlandverschickung begonnen. Die Kirchen erkennen schon früh deren wahre Hintergründe und rufen zum Boykott auf. Diese Maßnahmen dienen neben der vom Propagandaminsterium hervorgehobenen Erholung vor allem dem paramilitärischen Drill und der ideologischen Erziehung durch den NS-Staat. Der fröhliche Aufbruch in die Ferien, wie ihn die Wohenschau zeigt, ist in Wahrheit größtenteils von bitteren Tränen begleitet. Mit der zunehmenden Bombardierung deutscher Städte gewinnt die Maßnahme aber dennoch an Sinn. Die Trennung von den Eltern rettet wenigstens die Kinder vielfach vor dem Bombentod.

Anbieter
Chronos-Media GmbH
Jahr
2010
Dauer
1:12 min
Schlagworte
Zweiter Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Propaganda, Kinder, NSDAP, NS-Zeit, Deutschland, Drittes Reich, Histoclips

Sachgebiete

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