Das Jahr 1995
1995 kehrte der Terrorismus in die USA zurück, ethnische Säuberungen gab es auf dem Balkan, während im Weltraum Rekorde aufgestellt wurden. Im April zerstörte eine Autobombe ein Bundesgebäude in Oklahoma City, USA. Die Explosion erschütterte das Land und brachte Chaos und Schrecken über eine Stadt im Herzen des ruhigen Mittelamerikas. US-Präsident Bill Clinton, um Kontrolle bemüht, verurteilte die Täter als "böse Feiglinge" und schwor, sie vor Gericht zu bringen. Das Bundesgebäude beherbergte einige U.S. Kriminalbehörden, wie das FBI und den Secret Service. Die Explosion sprengte eine ganze Wand des Gebäudes, ließ einen Regen aus Glasscherben durch die Stadt fliegen. Es kam zu Panik auf den Straßen, als blutende Menschen schreiend aus dem Gebäude schwankten. Feuerwehrleute sagten, dass sie immer noch Hilferufe unter den Trümmern hörten. Der Veteran Timothy McVeigh wurde später wegen des Attentats verurteilt und im Jahr 2001 hingerichtet. Seine Tat, die 168 Menschen das Leben gekostet hat, war der tödlichste Fall innerstaatlichen Terrorismus' in den USA. In Weltraum war 1995 ein wichtiges Jahr für die russische Raumstation MIR und die US-Raumfähre Atlantis. Der russische Kosmonaut Walerij Poljakow kehrte zur Erde zurück und landete in der kasachischen Steppe nach 438 Tagen im Weltraum. Poljakow, ein Arzt, hatte im Januar den bisherigen Rekord von einem Jahr im Weltraum gebrochen. In seiner Umlaufbahn in der MIR reiste er rund 400 Millionen Kilometer. Poljakow untersuchte als "Versuchskaninchen" die Auswirkungen einer langfristigen Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper. Später in diesem Jahr dockte die US-Raumfähre Atlantis an die russische Raumstation MIR an: Eine neue Ära der Zusammenarbeit. Das Atlantis-Shuttle glitt reibungslos in einen Docking-Anschluss auf der Station, als die beiden Fahrzeuge, mit 28.000 km / h, hoch über Zentralasien flogen. Aber die Besatzungen beider Schiffe mussten noch zwei Stunden warten, um sich zu begrüßen und Geschichte zu schreiben. US-Vizepräsident Al Gore und der russische Premierminister Viktor Tschernomyrdin beobachteten das Andocken in dem Kommunikations-Center des "Moskau President Hotel". Im Nahen Osten ermordete ein Fanatiker den israelischen Ministerpräsident Yitzhak Rabin, als er eine Friedensdemonstration in Tel Aviv verließ. Rabin, 73, ein ehemaliger General und Friedensnobelpreisträger, starb im Krankenhaus. Sein Mörder war der 25-jährige Jurastudent Yigal Amir, ein Jude, der im Verhör der Polizei gestand: "Ich handelte auf Gottes Befehl und ich bereue nichts". Bei einem späteren Verfahren wurde Amir zu lebenslanger Haft verurteilt. Der französische Präsident Jacques Chirac war sich nicht bewusst, dass "Atomtests" zu einem Unwort geworden waren. Er sagte, Frankreich werde acht weitere Atomwaffentests auf dem Mururoa-Atoll durchführen. Ein UN-Tribunal für Menschenrechte klagte 21 bosnisch-serbische Kommandanten des Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. 1995 war auch das Jahr, in dem der Dalai Lama den sechs Jahre alten Gedhun Choekyi Nyima als elften Panchen Lama der Reinkarnation verkündete. Die sechsjährige wurde sofort von der chinesischen Regierung verhaftet. 1995, wahrhaftig ein Jahr bedeutsamer Ereignisse.
- Anbieter
- World Wide Entertainment
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 4:44 min
- Schlagworte
- Terror, Terrorismus, Oklahoma-Bombing, FBI, Clinton, Timothy McVeigh, Raumfahrt, MIR, Raumstation, Space-Shuttle, Weltall, Weltraum, Weltraumforschung, Al-Gore, Jitzchak Rabin, Extremismus, Attentat, Chirac, Frankreich, Atombombe, Muroroa-Atoll, Atombombentest, Dalai-Lama, Tibet, jahresrückblick, Histoclips
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