Das Jahr 1992
1992, ein Jahr für Entschuldigungen und neue Freundschaften. Die ersten Gespräche des US-Präsidenten Bush mit dem russischen Präsidenten Jelzin markierten nicht nur den Beginn einer neuen Partnerschaft. Man fürchtete ausufernden Waffenhandel. Nach dem Kalten Krieg bestand die Gefahr, die weit entwickelte Waffenindustrie der ehemaligen Sowjetrepubliken könnte Waffenhändlern in die Hände fallen. Der Versuch, die Militärproduktion der früheren Sowjet-Union in friedliche Projekte umzuwandeln, stellte die Regierung vor Probleme. In der Region um Moskau hingen 70 Prozent der Wirtschaft von der Waffenproduktion ab. Anderen Städten ging es genauso. Millionen Arbeitsplätze waren abhängig vom Wettrüsten während des Kalten Krieges. Die Hersteller des MIG29-Kampfflugzeugs versuchten, ihr Angebot zu erweitern und produzierten Flugzeuge für Freizeitpiloten. Diese Raketen-Fabrik konzentrierte ihre Produktion auf Fahrräder. Russische Wirtschaftsexperten waren wenig überzeugt. Sie sahen keine Möglichkeit einer Transformation, sondern meinten, dass völlig neue Fabriken gebaut werden müssten. "most of the dedicated military industries they simply cannot convert. You have to change the entire production lines, you have to retrain the labour force and as far as existing enterprises are concerned for instance missile production, at best you can use the walls the roofs and some elements of the infrastructure. Which means that you have to totally rebuild the enterprise maybe its cheaper to even build a new enterprise than to waste the money removing the equipment and bring in the new equipment." Im April begann nach sporadischen militärischen Zwischenfällen ein offener Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Schwer bewaffnete Serben belagerten mehrere Städte, darunter auch Sarajevo. Von der Aussicht auf ein serbisches Großreich beflügelt, eroberten sie siebzig Prozent von Bosnien. In Genf forderte die Menschenrechts-Kommission der Vereinten Nationen unbeschränkten Zugang für das Rote Kreuz und die Freilassung aller willkürlich Inhaftierten. Die UN verurteilte die erzwungene Umsiedlung ganzer Völkergruppen, sogenannte "ethnische Säuberungen", als Bruch internationaler Menschenrechte. Das Rote Kreuz hatte Zugang zu elf Gefangenenlagern in Bosnien-Herzegowina und berichtete, alle Kriegsparteien begingen Grausamkeiten. Friedenstruppen der Vereinten Nationen bezogen in Bosnien-Herzegowina und Kroatien Stellung, als in der Hauptstadt Sarajevo Verhandlungen stattfanden. Zwischen den Kriegsparteien sollte ein Kontingent von 14.000 Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen lagern. Die UN überwachte drei Zonen, in Ost- und West-Slawonien, Ost-Kroatien und der Krajina im Süden der Republik. Währenddessen jährte sich im November die Gründung Jungoslawiens zum 49. Mal. Nach den Unabhängigkeitserklärungen von Bosnien-Herzigowina, Kroatien, Slowenien und Mazedonien bestand das Land nur noch aus Serbien und Montenegro. Serben und Montenegriner feierten den Tag dennoch. Bis zum Beginn des Bürgerkriegs 1991 war der Tag als Einigungstag gefeiert worden. Die Stadt, in der Jugoslawien 1943 gegründet worden war, war unter serbischer Besatzung 1992 auch Zeuge von dessen Ende. Papst Joahnnes Paul II. hob nach Jahrhunderten das Edikt der Inquisition gegen Galileo Galilei auf.
- Anbieter
- World Wide Entertainment
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 4:42 min
- Schlagworte
- Sowjetunion, Amerika, Vereinigte Staaten, Bush, Jelzin, Russland, Abrüstung, Aufrüstung, Waffenhandel, Wettrüsten, Kalter Krieg, Militär, Kosovo, Jugoslawien, Bosnien, Krieg, Balkan, Vereinte Nationen, UN, Blauhelme, Kosovo-Albaner, Jahresrückblick, Kriegseinsatz, Serbien, Gallileo, Papst, Histoclips
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