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Das Jahr 1983

Cover: Das Jahr 1983

1983, Jahr neuer Technologien, neuer Anschläge und neuer Friedensbemühungen. Nachdem jahrelang nach einem Ersatz für die Schallplatte gesucht wurde, erblickte die „Compact Disc", kurz CD, das Licht der Welt. Das revolutionäre Medium wurde rasch zum Standard und dient noch immer als Grundlage neuerer Datenträger. Ein Triumph für Nazi-Jäger war die Auslieferung des "Schlächters von Lyon", Klaus Barbie, von Bolivien an Frankreich. Der Kriegsverbrecher wurde für den Tod von 4.000 Menschen zur Verantwortung gezogen. So hatte er die Deportation jüdischer Waisenkinder befohlen. Die Ermordung des philippinischen Oppositionellen Benigno Aquino erschütterte die Welt. Am 21. August wurde er am Flughafen von Manila erschossen. Sein Tod gilt als „Anfang vom Ende" des diktatorischen Regimes, das die Philippinen beherrschte. Der Präsident Ferdinand Marcos musste das Land drei Jahre später fluchtartig verlassen. Als Aquino sein Flugzeug verließ, wurden mehrere Schüsse abgefeuert. Drei philippinische Generäle wurden später für das Attentat verantwortlich gemacht. In dem Film „Gandhi" wurde da Leben des indischen Unabhängigkeitsaktivisten gezeigt. Der Film gewann acht Oscars, inklusive dem für den besten Film. Ben Kingsley gewann für seine Darstellung Gandhis den Preis als bester Hauptdarsteller. Kingsley beteuerte, er laufe dennoch nicht Gefahr, sich für einen Guru zu halten. Sein Anliegen sei nur gewesen, Gandhi den Zuschauern nahezubringen: "I think if one allows one's strict limits on the work to spill over into other psychological areas, I think it's dangerous. I think it's a manipulation of the ego that can become a little bit ill. So that my limits on my work are very, very strict. I'm a storyteller: I stick strictly within that frame. I don’t really indulge in any bizarre exercises. So, no. It was my job to share Gandhi with you, but never to become him." Regisseur Sir Richard Attenborough hatte zwanzig Jahre für die Finanzierung des Projektes gekämpft und erklärte, er hoffe, die Zuschauer würden die Friedensbotschaft des Filmes verinnerlichen. Der dreistündige Film habe politisch mehr verändert als mancher Politiker in fünfzig Jahren: "One of our political leaders at home said to me in a letter that the three hours of the film achieved more than he achieved in fifty years of politics, and that he just hopes that Mr. Andropov and Mr. Reagan and Mrs Thatcher go and look at the movie." Als der polnische Unabhängigkeitsaktivist Lech Wa??sa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, fürchtete er, nicht nach Polen zurückkehren zu dürfen. Aus diesem Grund gingen seine Frau und sein Sohn nach Oslo und nahmen den Preis entgegen. Sie wurden mit anhaltendem Applaus geehrt. Nach der Veranstaltung schlossen sich tausende einem Fackelzug durch Oslo an. Eine koreanische Boeing 747 wurde von sowjetischen Kampfflugzeugen in deren Luftraum abgeschossen. 269 Menschen starben bei diesem sogenannten "Fehler". Die Sowjet Union beteuerte, es habe sich um eine Verwechslung gehandelt: "Of course it was a mistake in the sense that the pilots took this plane for a reconnaissance plane. They never thought it was a civilian plane, if they did the decision would have been totally different. I absolutely am certain of that." Einige Wochen später wurden Wrackteile und Überreste an die südkoreanische Regierung übergeben, der Flugschreiber allerdings nicht.

Anbieter
World Wide Entertainment
Jahr
2010
Dauer
4:48 min
Schlagworte
Attentat, Anschlag, Aquino, Phillipinen, Diktatur, Compact Disc, Klaus Barbie, Boeing 747, Absturz, Flugzeugabsturz, Unglück, Jahresrückblick, Histoclips

Sachgebiete

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