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Attentat vom 20. Juli

Cover: Attentat vom 20. Juli

Die Schlüsselfigur in der Militäropposition ist Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Stauffenberg, seit dem ersten Juli 1944 Stabschef beim Befehlshaber des Ersatzheeres, gehört zu den entschiedensten Befürwortern eines Staatsstreiches. Trotz seiner schweren Verletzung will er ein Attentat auf Hitler in dessen Hauptquartier, der Wolfsschanze, in Ostpreußen, verüben. Hitler trifft hier in regelmäßigen Abständen mit seinen Beraterstäben zusammen, um das Kriegsgeschehen zu erörtern. 20. Juli 1944, 12 Uhr 42: In der Wolfsschanze zündet Stauffenberg,wie geplant, den Sprengsatz, der Hitler töten soll. Zahlreiche Anwesende werden schwer verwundet, vier Menschen sterben. Stauffenberg hatte sich fünf Minuten zuvor aus dem Raum geschlichen, um nach Berlin zurückzukehren. Aber Hitler lebt. Wenige Stunden nach dem Attentat empfängt er auf dem Bahnsteig der Wolfsschanze den italienischen Faschistenführer Mussolini. Im Berliner Bendlerblock, dem Befehls- und Verwaltungszentrum des deutschen Heeres, warten die Verschwörer indes auf die Rückkehr Stauffenbergs. Die Verunsicherung ist groß, da sich die Meldungen über das Gelingen des Attentates widersprechen. Um 15 Uhr 45 schließlich bekommt General Olbricht von Stauffenberg, der inzwischen in Berlin gelandet ist, telefonisch mitgeteilt, dass Hitler tot sei. Olbricht begibt sich daraufhin zu dem ebenfalls eingeweihten Befehlshaber des Ersatzheeres, Generaloberst Friedrich Fromm. Fromm soll den Walküre-Befehl zur Auslösung des Aufstandes unterschreiben, weigert sich aber. Als gegen 16 Uhr 30 Stauffenberg mit anderen Verschwörern eintrifft, beschließt man, Fromm kurzerhand in seinem Büro unter Hausarrest zu stellen. Den Verschwörern jedoch entgleitet bald die Situation. Major Remer, Chef des Berliner Wachbataillons, vom Stadtkommandanten Paul von Hase eigentlich als Unterstützung der Verschwörer vorgesehen, erhält am Nachmittag von Hitler telefonisch den Befehl, den Putsch niederzuschlagen. Remer gehorcht - und wird zum Oberst befördert. Gegen 23 Uhr ist die Verschwörung zerschlagen. Hitlertreue Offiziere haben das Büro der Putschisten gestürmt und Generaloberst Fromm befreit. Das Gebäude selbst ist von Remers Soldaten umstellt. Fromm lässt die Verschwörer verhaften und von einem Standgericht zum Tode verurteilen. Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, sein Adjutant von Haeften und Oberst Mertz von Quirnheim werden in den Hof des Bendlerblocks geführt und dort erschossen. General Friedrich Olbricht wird ebenfalls auf Befehl von Generaloberst Fromm auf der Stelle exekutiert. Generaloberst Ludwig Beck erhält - nachdem er darum gebeten hatte, sich erschießen zu dürfen - in Fromms Büro von einem Feldwebel den "Gnadenschuss".

Anbieter
Chronos-Media GmbH
Jahr
2010
Dauer
3:11 min
Schlagworte
Stauffenberg, Claus Schenk Graf von, Oberst, Attentat, Bombenattentat, Hitler, NSDAP, NS-Zeit, Zweiter Weltkrieg, 2. Weltkrieg, 2WK, Anschlag, Fehlgeschlagen, Fehlschlag, Walküre, Operation Walküre, Fromm, Olbricht, Remer, Mussolini, Wehrmacht, Ersatzheer, Putsch, Putschversuch, Exekution, Wolfsschanze, Sprengstoff, Bombe, Führer, Widerstand, Bendlerblock, Histoclips

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