Kunst im Dritten Reich
Das NS-Regime versteht es prächtig, den Menschen mit einer endlosen Folge bunter Feste und Paraden das Hirn zu verkleistern. Ein Beispiel dafür ist der farbenprächtige Umzug zur Eröffnung des Haus der Deutschen Kunst" in München, im Juli 1937. Die Begeisterung der deutschen Untertanen für schillernde Fantasie-Uniformen ist groß. Kleinlich hingegen ist Hitlers Kunstverständnis. Es baut auf seinem Rassenwahn auf und wird von seinem Propagandaminister ohne wenn und aber geteilt. Gefragt ist Führerkult und der detailpräzise Akt, der dem Maler Adolf Ziegler den spöttischen Titel Meister des deutschen Schamhaares" einträgt. Besonders hoch im Kurs: Bildnisse der germanischen Ideal-Familie. Die Nazis vertreiben Tausende von Schriftstellern, Künstlern und auch Wissenschaftler, unter ihnen bereits viele Juden. Ihnen bleibt nur der Weg ins Exil. Ein Aderlass, von dem sich Deutschland nie mehr erholen wird. Unter anderem gehen: Albert Einstein, Erika und Thomas Mann, Theater-Regisseur Max Reinhard, Kurt Weil und Bertolt Brecht und der Film-Regisseur Ernst Lubitsch.
- Anbieter
- Chronos-Media GmbH
- Jahr
- 2009
- Dauer
- 2:47 min
- Schlagworte
- Nationalsozialismus, NS-Zeit, NSDAP, Propaganda, Kunst, Drittes Reich, Kunstausstellung, Entartete Kunst, Kulturbarberei, Faschismus, Histoclips
Sachgebiete
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