Kriegsende und Entnazifizierung
Schuldige an diesem Völkermord entziehen sich der Verantwortung, so Heinrich Himmler. Er begeht Selbstmord. Göring gibt am neunten Mai eine Pressekonferenz in Kitzbühel, wohin ihn die Amerikaner gebracht haben, nachdem er sich in Bruck, bei Zell am See, US-Offizieren gestellt hatte. Andere werden oft zufällig entdeckt, so Streicher auf einem Bauernhof bei Berchtesgaden. Dönitz wird mit seinen Regierungsmitgliedern erst am 23. Mai in Flensburg verhaftet. Bis dahin hatten die westlichen Alliierten die geschäftsführende Reichsregierung unter Dönitz - allerdings ohne Machtbefugnisse - im Amt gelassen. Gemeinsam mit Dönitz treten Jodl, von Friedeburg, Außenminister Graf Schwerin von Krosigk und Albert Speer den Weg in die Gefangenschaft an. Verhaftet und verhört werden alle früheren Funktionsträger, die der SS, dem Sicherheitsdienst oder der Gestapo angehört haben. Auch ehemalige Bürgermeister, höhere Beamte, Kreis- und Gauleiter, insgesamt 70.000 Personenwerden verhaftet. Kontrollen und Durchsuchungen gehören zum Alltag. Die Amerikaner misstrauen der deutschen Bevölkerung, die für sie die Bewohner eines Feindstaates sind. Sie haben Angst vor "Wehrwölfen", ehemaligen Hitlerjungen, die sich nicht mit der Niederlage abfinden können und mit Waffengewalt Widerstand leisten, eine Art Partisanenkrieg führen. Entdeckt, werden sie verurteilt, einige zum Tode. Zur Abschreckung wurde die Hinrichtung eines Verurteilten in der Wochenschau "Welt im Film" gezeigt. Symbole, Erinnerungen an die Nazi-Zeit müssen zerstört werden. Die sichtbaren Zeichen werden bald nicht mehr zu sehen sein.
- Anbieter
- Chronos-Media GmbH
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 2:02 min
- Schlagworte
- Nachkriegszeit, Besatzungszonen, Besatzungszeit, Teilung Deutschlands, Deutsche Teilung, Nationalsozialismus, Demokratisierung, USA, allierte, Sowjetunions, Histoclips
Sachgebiete
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