Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg
Die sichtbaren Symbole des Nationalsozialismus wurden schon bald zerstört, landesweit. Einiges bereits in den letzten Tagen des Krieges: Akten, Bücher, Bilder, Uniformen. Im Sinne der Umerziehung des deutschen Volkes zeigten die Alliierten der Bevölkerung, welche Verbrechen von den Nationalsozialisten begangen wurden. Die Münchner sahen mit Entsetzen, was in ihrer Nachbarschaft, in Dachau geschehen war, sahen die gezeichneten Gesichter der Überlebenden. Wehrmachtsangehörige, in allen Teilen Deutschlands aufgespürt, traten den Weg in die Gefangenschaft an - bei Kriegsende 8 Millionen. Im ersten Jahr wurden 5 Millionen entlassen, die letzten erst 1955 aus der Sowjetunion. Die an Verbrechen Beteiligten, wie die Wachmannschaften in den Konzentrationslagern, mussten sich sofern man ihrer habhaft wurde - vor britischen und amerikanischen Militärgerichten verantworten, wurden zu Zuchthaus oder zum Tod verurteilt. Jede Schuld wurde individuell geprüft, pauschale Verurteilungen gab es nicht. 8,5 Millionen Mitglieder der NSDAP sollten entnazifiziert werden. Der berühmte Fragebogen der Amerikaner umfasste 131 Fragen. Die ab 1947 eingesetzten Spruchkammern stuften ehemalige Nazis in fünf Kategorien ein: von Hauptschuldigen, Belasteten, Minderbelasteten, Mitläufern bis zu Entlasteten.
- Anbieter
- Chronos-Media GmbH
- Jahr
- 2009
- Dauer
- 2:27 min
- Schlagworte
- Nachkriegszeit, Besatzungszonen, Zweiter Weltkrieg, 2. Weltkrieg, 2WK, Nachkriegszeit, Deutschland, Nationalsozialismus, Antifaschismus, Histoclips
Sachgebiete
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