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Der Nürnberger Prozess: Konstantin von Neurath

Cover: Der Nürnberger Prozess: Konstantin von Neurath

Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Frieden steht Konstantin von Neurath vor Gericht. Schon seit 1901 stand der Jurist Neurath in diplomatischem Dienst. Er war Botschafter in Rom und London, bis er 1932 zum Reichsaußenminister im Kabinett Papen berufen wurde. Unter Schleicher blieb er in diesem Amt. Auch Hitler behielt den erfahrenen Diplomaten in seinen Diensten, bis Neurath 1937 in Ungnade fiel und ab 1939 als Reichsprotektor für Böhmen und Mähren amtierte. "Das Auswärtige Amt hatte nicht nur in Berlin, sondern auch bei seinen Vertretungen im Ausland später dauernd mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die durch die Arbeitsmethode und die Informationsquellen des Büros Ribbentrop hervorgerufen wurden." "Die Tschechen sollten als Nation verschwinden und sich dem Deutschen Reich assimilieren. War das Ihre Absicht?" "Die Tschechen als Volk verschwinden zu machen war überhaupt - Unmöglichkeit. Das war nicht möglich. Wohl aber sollten sie sich enger in das Reich eingliedern. Und das meine ich mit dem Wort 'assimilieren'." "Sagen Sie uns, wann sie erkannt haben, was für ein Mann Himmler war!" "Himmler hatte zwei Gesichter, er war der reine Januskopf." "Getragen von der Überzeugung, dass auch vor diesem hohen Gericht die Wahrheit und die Gerechtigkeit trotz allen Hasses, der Verleumdung und der Verdrehung sich durchsetzen wird, glaube ich, den Ausführungen meines Verteidigers nur das eine noch hinzufügen zu müssen. Dass mein Leben geweiht war der Wahrhaftigkeit, der Ehrenhaftigkeit, der Erhaltung des Friedens und der Völkerversöhnung, der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit. Und dass ich hier stehe mit gutem Gewissen. Nicht nur vor mir selbst, sondern vor der Geschichte und vor dem deutschen Volk. Und wenn trotzdem der Spruch dieses Gerichts mich schuldig erkennen würde, so werde ich auch das zu tragen wissen und auf mich nehmen als ein letztes Opfer für mein Volk, dem zu dienen der Inhalt und der Sinn meines Darsein war." Während Dönitz, Speer und Schirach ihre volle Strafe verbüßen mussten, wurden wegen Krankheit Neurath 1954, Raeder 1955 und Funk 1957 vorzeitig entlassen. Heß war bis zu seinem Tode 1992 in diesem Spandauer Gefängnis inhaftiert.

Anbieter
Chronos-Media GmbH
Jahr
2010
Dauer
4:05 min
Schlagworte
Nürnberg, Nürnberger Prozeß, Arthur Seyß-Inquart, Rudolf Heß, Franz von Papen, Robert Ley, Hjalmar Schacht, Wilhelm Keitel, Erich Raeder, Joachim von Ribbentrop, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Jodl, Albert Speer, Karl Dönitz, Walther Funk, Hans Frank, Alfred Seidl, Alfred Rosenberg, Konstantin von Neurath, Fritz Sauckel, Julius Streicher, Nationalsozialismus, Kriegsverbrecher, Hauptkriegsverbrecher, Tribunal, Entnazifizierung, Nachkriegszeit, Kriegsende, NSDAP, NS-Zeit, Hitler, Hitlers Helfer, Hauptkriegsverbrecherprozess, Drittes Reich, Nazis, Gestapo, Histoclips

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