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Der Nürnberger Prozess: Karl Dönitz

Cover: Der Nürnberger Prozess: Karl Dönitz

Als Hitlers Nachfolger in der Funktion des Reichspräsidenten und Oberbefehlshabers der Wehrmacht steht Karl Dönitz in Nürnberg vor Gericht und muss das schmähliche Erbe verantworten. Planung und Durchführung von Angriffskriegen und Verbrechen gegen das Kriegsrecht werden ihm zur Last gelegt. Dönitz gehörte ab 1919 zur kleinen Reichskriegsmarine und wurde 1936 von Hitler beauftragt, eine neue U-Boot-Waffe aufzubauen. Ab 30. Januar 1943 wurde er als Großadmiral Nachfolger Raeders als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. Korvettenkapitän Kranzbühler und sein Mandant Großadmiral Dönitz warten auf die eidesstattliche Erklärung von Admiral Nimitz. "Haben Sie sich vor diesem Auslandsaufenthalt oder nach Ihrer Rückkehr 1935 bis zu Ihrer Ernennung zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine im Jahre 1943 irgendwie politisch betätigt?" "Ich habe mich politisch betätigt erst am 1. Mai 1945, als ich Staatsoberhaupt wurde, vorher nicht." "Sie erinnern sich, dass ich Sie gestern über den Geheimhaltungsgrad bezüglich des urprünglichen Führerbefehls vom 18. Oktober befragt habe. Wollen Sie sich bitte den zweiten Absatz ansehen? Dort heißt es, dass der erste Führerbefehl den Schutz als Chefsache genießt und dass die Erschießung uniformierter, auf militärischen Befehl handelnder Soldaten auch noch hinterher zu erfolgen hat, wenn diese sich freiwillig ergeben und um "Pardon" gebeten haben. Ist das nicht ein Grund für die oberste Geheimhaltung?" "Ja, das weiß ich nicht, das kann ich nicht sagen, weil ich diesen Kommandobefehl nicht herausgegeben habe." "Sie waren Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. Wollen Sie behaupten, dass Sie nicht im Stande sind, diese Frage zu beantworten? Dies ist Ihre letzte Gelegenheit, diese Frage zu beantworten. Wollen Sie antworten oder nicht?" "Ja, das will ich tun. Ich halte das für möglich, zumal der Jurist hier dieser Ansicht ist. Ob das stimmt, weiß ich nicht, weil ich den Befehl nicht herausgegeben habe." Admiral Eberhardt Godt bestätigt, dass Überlebende von U-Boot-Versenkungen gerettet werden sollten. "Mein Leben galt meinem Beruf und damit dem Dienst am deutschen Volke. Als letzter Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine und als letztes Staatsoberhaupt fühle ich mich dem deutschen Volk gegenüber verantwortlich für alles, was ich tat und ließ." "Angeklagter Karl Dönitz. Nach den Punkten der Anklageschrift, unter denen Sie für schuldig befunden wurden, verurteilt das internationale Militärgericht Sie zu zehn Jahren Gefängnis." Während Dönitz, Speer und Schirach ihre volle Strafe verbüßen mussten, wurden wegen Krankheit Neurath 1954, Raeder 1955 und Funk 1957 vorzeitig entlassen. Heß war bis zu seinem Tode 1992 in diesem Spandauer Gefängnis inhaftiert.

Anbieter
Chronos-Media GmbH
Jahr
2010
Dauer
3:58 min
Schlagworte
Nürnberg, Nürnberger Prozess, Arthur Seyß-Inquart, Rudolf Heß, Franz von Papen, Robert Ley, Hjalmar Schacht, Wilhelm Keitel, Erich Raeder, Joachim von Ribbentrop, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Jodl, Albert Speer, Karl Dönitz, Walther Funk, Hans Frank, Alfred Seidl, Alfred Rosenberg, Konstantin von Neurath, Fritz Sauckel, Julius Streicher, Nationalsozialismus, Kriegsverbrecher, Hauptkriegsverbrecher, Tribunal, Entnazifizierung, Nachkriegszeit, Kriegsende, NSDAP, NS-Zeit, Hitler, Hitlers Helfer, Hauptkriegsverbrecherprozess, Drittes Reich, Nazis, Gestapo, Histoclips

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