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Der Nürnberger Prozess: Fritz Sauckel

Cover: Der Nürnberger Prozess: Fritz Sauckel

Die Nürnberger Ankläger beschuldigen Fritz Sauckel, insbesondere unter Anklagepunkt vier, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die darin bestanden, Einwohner besetzter Gebiete zu zwingen, als Sklavenarbeiter in den besetzten Ländern und in Deutschland zu arbeiten. Fritz Sauckel war der einzige Arbeiter unter den Angeklagten. 1942 ernannte Hitler ihn zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz. Etwa fünf Millionen Fremdarbeiter führte er der deutschen Rüstungsindustrie zu. Sauckel berichtet über die Entführung von Zwangsarbeitern: "[...] dort haben Sie bezüglich der Werbung gesagt, man müsste einmal shanghaien, wie das früher Mode gewesen wäre, um die Arbeiter zu bekommen." "Es handelt sich, wie ich sehe, um einen Bericht oder ein Protokoll der zentralen Planung vom Frühjahr 1944. Diese Art war mir persönlich natürlich unsympathisch, aber ich war in so großen Schwierigkeiten, angesichts der mir gestellten Forderungen, dass ich hiermit einwilligte, natürlich ohne dass jemals im amtlichen oder dienstlichen Verkehr dieser Begriff "Shanghaien" mit seiner Reminiszenz aus Übersee und dergleichen auch nur ernstlich in Erwägung gezogen worden wäre." Generalmajor Alexandrow fragt nach der Zahl der nach Deutschland gebrachten Fremdarbeiter: "Ich muss ausdrücklich zu diesem Dokument bemerken, dass die Zahl hier mit 5.124.000 angegeben ist." "Meine Herren Richter. Von den im Prozess offenbar gewordenen Untaten bin ich in innerster Seele erschüttert. Ich beuge mich in tiefer Demut und Ehrfurcht vor den Opfern und Gefallenen aller Völker und vor dem Unglück und dem Leid meines eigenen Volkes, an dem allein ich mein Schicksal zu messen habe." "Alle außenpolitischen Ereignisse und der Beginn aller Kriegshandlungen überraschten mich vollkommen. Unter keinen Umständen hätte ich mitgewirkt als deutscher Arbeiter und für deutsche Arbeiter und mitgeplant, den Wahnsinn der Entfesselung eines Angriffskriegs heraufzubeschwören. Ich bin nur Nationalsozialist geworden, weil ich Klassenkampf, Enteignung, Bürgerkrieg verurteilte, weil ich Arbeiter war, Ausschreitungen, Willkür, Rohheit jeder Art zu verhindern. Ich war naiv genug, gegen Himmler und Goebbels mein Manifest und viele andere Anordnungen für den Arbeitseinsatz in die humane und korrekte Behandlung der fremden Arbeiter allenstellens zwingend vorschrieben durchzusetzen." "Angeklagter Fritz Sauckel, gemäß den Punkten der Anklageschrift, unter denen Sie für schuldig befunden wurden, verurteilt das internationale Militärgericht Sie zum Tode durch den Strang."

Anbieter
Chronos-Media GmbH
Jahr
2010
Dauer
4:22 min
Schlagworte
Nürnberg, Nürnberger Prozess, Arthur Seyß-Inquart, Rudolf Heß, Franz von Papen, Robert Ley, Hjalmar Schacht, Wilhelm Keitel, Erich Raeder, Joachim von Ribbentrop, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Jodl, Albert Speer, Karl Dönitz, Walther Funk, Hans Frank, Alfred Seidl, Alfred Rosenberg, Konstantin von Neurath, Fritz Sauckel, Julius Streicher, Nationalsozialismus, Kriegsverbrecher, Hauptkriegsverbrecher, Tribunal, Entnazifizierung, Nachkriegszeit, Kriegsende, NSDAP, NS-Zeit, Hitler, Hitlers Helfer, Hauptkriegsverbrecherprozess, Drittes Reich, Nazis, Gestapo, Histoclips

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