Judenverfolgung im Dritten Reich
Die Hetzausstellung Der Ewige Jude" zeigt Anfang 1938, dass sich der Antisemitismus im Deutschen Reich verschärft. In der Schule werden jüdische Kinder an den Pranger gestellt. Ihre arischen" Klassenkameraden werden mit niederträchtigen Karikaturen zum Judenhass erzogen. Juden sollen den Zwangsvornamen Sarah" und Israel" tragen, zu vielen öffentlichen Orten haben sie keinen Zutritt. In München wird im Sommer 1938 die Synagoge abgerissen. Im Herbst werden alle Reisepässe von Juden eingezogen. Am 7. November erschießt ein jüdischer Emigrant einen deutschen Diplomaten in Paris. Hitler und Goebbels nutzen dies als Vorwand zum organisierten Pogrom gegen die Juden. In der sogenannten Reichskristallnacht" zerstören SA-Trupps jüdische Läden und Wohnungen und stecken Hunderte von Synagogen in Brand. Die arischen" Nachbarn sind teilnahmslos oder plündern. Für die Schäden werden die Juden zur Kasse gebeten, 1 Milliarde Reichsmark sollen sie zahlen. Rund 26.000, vor allem wohlhabende, Juden werden in die KZs verschleppt, Hunderte ermordet. Im Dezember 1938 wird der Zwangsverkauf aller jüdischen Geschäfte und allen jüdischen Grundeigentums angeordnet. Die Juden werden in sogenannten Judenhäusern" interniert. Viele von ihnen versuchen nun verzweifelt aus Deutschland zu entkommen. Wer eines der begehrten Visa ergattert, muss fast mittellos seine Heimat verlassen. Rund 140.000 deutschen Juden gelingt von November 1938 bis Oktober 1941 noch die Flucht. Ihre Reisepässe werden mit einem J gebranntmarkt J für Jude.
- Anbieter
- Chronos-Media GmbH
- Jahr
- 2009
- Dauer
- 2:41 min
- Schlagworte
- Nationalsozialismus, Faschismus, Judenverfolgung, Antisemitismus, Holocaust, Rassenidiologie, Rassismus, NSDAP, NS-Zeit, Deutschland, Hitler, Drittes Reich, Goebbels, Propaganda, Massenmord, Völkermord, Histoclips
Sachgebiete
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