"Entartete Kunst"-Ausstellungen
Die Ausstellung steht unter dem Motto "Spiegelbilder des Verfalls". Es handelt sich um Bilder und Skulpturen aus städtischem Besitz. Zweck derartiger Veranstaltungen ist es, bestimmte moderne Kunstwerke und Kunstrichtungen lächerlich zu machen, die Künstler zu diskriminieren - im Fall Dresden aber auch, die angebliche Verschwendungssucht ehemaliger Stadtväter anzuprangern. Werke von Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Paul Klee sind unter anderen zu besichtigen. Bilderschauen solcher Art finden auch in anderen Orten statt. So in Stuttgart unter dem Titel "Novembergeist im Dienst der Zersetzung". Dessau und Nürnberg zeigen "Schreckenskammern der Kunst". Für die Künstler der ausgestellten Werke bedeutet das: Verbannung aus allen öffentlichen Museen und den Verlust von Stellungen und Ämtern. Das betrifft nicht nur die Maler. Das "Bauhaus", dessen Entwürfe die Nazis als "Bau-Bolschewismus" bezeichnen, wird geschlossen. Musik jüdischer Künstler verschwindet aus den Konzertprogrammen wie von den Theaterbühnen. Kunst im Nationalsozialismus muss Volk und Führer dienen. Auftragswerke aus neuer Zeit, Agitationskunst mit eindeutiger Botschaft: Bei den heimatverbundenen Nationalsozialisten sehr beliebt: romantisierende Landschaften nach historischen Vorbildern.
- Anbieter
- Chronos-Media GmbH
- Jahr
- 2010
- Dauer
- 2:26 min
- Schlagworte
- Nationalsozialismus, NSDAP, Nazi, NS-Zeit, Drittes Reich, Hitler, Goebbels, Kunst, Ausstellung, Künstler, Kirchner, Paul Klee, Propaganda, Faschismus, Rassismus, Deutschland, Deutsche Geschichte, Histoclips
Sachgebiete
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