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Olympische Sommerspiele 1956 in Melbourne

Cover: Olympische Sommerspiele 1956 in Melbourne

Philip Mountbatten, der Duke of Edinburgh, eröffnet 1956 die Spiele der XVI. Olympiade im australischen Melbourne. Die Sowjetunion ist in Melbourne mit über 600 Sportlern erschienen, der stärksten Mannschaft überhaupt. Und die werden mehr Medaillen gewinnen als die sieggewohnten Amerikaner. Medaillen nach Ländern aufzurechnen führt schnell zu sportlichem Nationalismus – das Internationale Olympische Komitee sieht es gar nicht gern. Ein 25-jähriger Russe, Wolodymyr Kuz, führt den Lauf über 5000 Meter an. Kuz hat die Nachfolge Zátopeks angetreten. Wie der Tscheche setzt er zwischendurch immer wieder zu Zwischenspurts an und zermürbt damit die Konkurenten. Er gewinnt in Melbourne die Läufe über 5000 Meter in 13:39,6 Minuten und über 10.000 Meter in 28:45,6 Minuten - zwei Siege in olympischen Rekordzeiten. Im Ziel lässt der Ausnahmesportler sich feiern. Turnen der Frauen: Zweikampf zwischen Russinnen und Ungarinnen. In Helsinki, bei ihrem ersten Auftritt, waren die Russinnen unbestrittene Favoriten, aber in Melbourne muss sich Larissa Latynina im Bodenturnen den Sieg mit ihrer ungarischen Hauptrivalin teilen. Ágnes Keleti, die am Stufenbarren gewinnt darf insgesamt vier goldene und zwei silberne Medaillen mit nach Hause nehmen. Ungewöhnliche Eigenheit dieser Olympischen Spiele: Schon vor der Eröffnungsfeier in Melbourne hatten die Reiterwettbewerbe stattgefunden. Königin Elisabeth von England und König Gustav von Schweden hatten bereits im Juni die Spiele eröffnet, in Stockholm, wo bereits die vorigen Spiele stattgefunden hatten, da Australien aufgrund strenger Quarantänebestimmungen die Pferde nicht einführen ließ. So entgeht den Australiern der Große Preis der Nationen – sonst traditionell der Abschlusswettbewerb der Olympischen Spiele und beschert den Schweden pure Spannung. Im ersten Umlauf erleidet Hans Günter Winkler, Favorit der deutschen Mannschaft, eine äußerst schmerzhafte Leistenverletzung. Aber „Halla", sein Pferd, nimmt das letzte Hindernis auch ohne die Hilfe des Reiters. „Halla" reisst das Gatter. Dennoch hat die deutsche Mannschaft bisher die wenigsten Fehlerpunkte. Wird Winkler, von Schmerzen gepeinigt, noch einmal den Parcours bezwingen können? Startet er nicht, hat die deutsche Mannschaft verloren. Winkler wird mit Morphium behandelt und tritt wieder an. Dennoch ist er vor Schmerzen beinahe besinnungslos. In der atemlosen Stille des Stadions stöhnt er immer wieder auf. Der Reiter reitet nicht – das Pferd trägt ihn: „Halla" nimmt die Hindernisse allein. Winkler hält sich mit letzter Kraft im Sattel – seine Mannschaft siegt. „Halla" hat den Parcours fehlerfrei durchrundet.

Anbieter
Chronos-Media GmbH
Jahr
2009
Dauer
3:38 min
Schlagworte
Sport, Wettkampf, Olympia, Goldmedaille, Sportereignis, Silbermedaille, Bronzemedaille, Australien, Histoclips

Sachgebiete

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