Biedermeier und Vormärz to go
Literarische Epochen lassen sich meistens nicht so ganz genau voneinander abgrenzen, aber in der Zeit zwischen 1815 und 1848 liefen zwei extrem gegensätzliche Trends nebeneinander her: Das sogenannte Biedermeier und der Vormärz. In beiden Fällen handelt es sich grob gesagt um Reaktionen auf die politische Restauration in der Folge des Wiener Kongresses von 1815, die die Monarchie in den deutschen Staaten wiederherstellte. Die Autoren und Autorinnen des Biedermeier (wie Anette von Droste-Hülshoff, Eduard Mörike oder Adalbert Stifter) schrieben eher eine Literatur des Rückzugs ins Private; es geht um individuelle Naturerfahrung und schöne, auch tröstende Poesie. Diejenigen Autoren, die heute dem Vormärz zugeordnet werden (Georg Büchner, Heinrich Heine), schreiben sozial- und gesellschaftskritisch, werden oft von der Zensur und der Geheimpolizei verfolgt und zuweilen inhaftiert.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2021
- Dauer
- 07:48 min f
- Zielgruppe
- A(9-13)
- Schlagworte
- Biedermeier, Literatur, Parodie, Vormärz (historisch)
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