Die Versteigerer: Profiteure des Holocausts
Jüdische Mitbürger wurden im Dritten Reich gezielt gedemütigt, verfolgt und ermordet. Ihre Vermögen, Grundstücke, Unternehmen und sogar ihren Hausrat verleibte sich der NS-Staat ein. Für die sogenannte Verwertung der privaten Besitztümer beauftragten die Finanzbehörden in der Regel Versteigerer, deren Geschäfte in dieser Zeit einen ungeahnten Aufschwung erlebten. Doch es profitierten auch weite Kreise der deutschen Bevölkerung. Das Kalkül der Nazis: Wer enteigneten jüdischen Besitz kauft, macht sich mitschuldig. Neue Aktenfunde vom Versteigerer Hans Klemm in Leipzig dokumentieren jeden Verkauf ehemals jüdischen Eigentums zwischen 1933 und 1944. In unzähligen Listen sind die von den ausreisenden und deportierten Juden zurückgelassenen Gegenstände erfasst: Betten und Schränke, Tische und Stühle, Bettwäsche, Kleidung, Musikinstrumente und Spielzeug. Jeder Gegenstand wurde geschätzt und dann versteigert.
- Anbieter
- Hoferichter & Jacobs (Leipzig)
- Jahr
- 2018
- Dauer
- ca. 45 min f
- Zielgruppe
- Q; J(14-18); A(7-11); SO
- Schlagworte
- Auktion, Auktionator, Dokumentarfilm, Drittes Reich (1933 - 1945), Judenverfolgung, Nationalsozialismus
Sachgebiete
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