Brief an den Vater to go
1919 schrieb Franz Kafka in Schelesen bei Prag einen rund 100 Seiten langen Brief an seinen Vater Hermann. Er wurde jedoch nie abgeschickt und erst 1952 in der Literaturzeitschrift "Neue Rundschau" veröffentlicht. Der "Brief an den Vater" ist eine Abrechnung Kafkas mit seinem übermächtigen Vater und eine eigene Standortbestimmung. Dem Schreiben war ein Streit um Franz Kafkas geplante Heirat mit der Sekretärin Julie Wohryzek vorausgegangen. Er gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse zum Verständnis von Kafkas Leben und Werk. Kafka nennt zu Beginn den Grund für seinen Brief. Sein Vater habe ihn gefragt, warum er sich vor ihm fürchte. Eben diese Furcht aber mache es ihm unmöglich, seine Frage mündlich zu beantworten. Beim Schreiben sei er ruhiger, könne seine Gedanken ordnen und der Komplexität des Themas besser gerecht werden.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2021
- Dauer
- 08:01 min f
- Zielgruppe
- A(9-13)
- Schlagworte
- Autobiografie, Buchzusammenfassung, Parodie, Vater-Sohn-Beziehung
Sachgebiete
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