Das Narrenschneiden to go
Der Nürnberger Schuhmachermeister Hans Sachs war Anfang des 16. Jahrhunderts auch Verfasser von Fastnachtspielen, darunter dieses aus dem Jahr 1534, in dem ein Arzt in ein Wirtshaus gerufen wird, um einen Kranken zu heilen, der einen aufgeblähten Bauch hat und an Verstopfung leidet. Da auch eine Kur mit Buttermilch und Eigenurin keine Besserung bringt, kommt der Arzt zu dem Schluss, dass sich Narren im Bauch des Kranken eingenistet haben, also schneidet er diesen bei vollem Bewusstsein des Kranken auf und holt versteinerte Narren hervor, die folgende Narrheiten repräsentieren: Hochmut, Geiz, Neid, Unzucht, Völlerei, Streitsucht und Faulheit. Zum Schluss findet der Arzt noch ein Nest, in dem sich weitere Narren entwickeln hätten können: falsche Juristen, Finanziers, Betrüger, Lügner, Scharlatane, Wunderheiler, Spieler und so manche mehr.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2020
- Dauer
- 08:08 min f
- Zielgruppe
- A(9-13)
- Schlagworte
- Buchzusammenfassung, Parodie, Schauspiel
Sachgebiete
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