Unterm Rad to go
Hans Giebenrath ist ein Musterschüler aus dem Schwarzwald. Da sein Vater Kaufmann ist, findet der, dass sein Sohn sein Kapital, also sein Gehirnschmalz, nach Kräften investieren sollte, deshalb hat er ihm im Prinzip alle Freizeitaktivitäten verboten. Freunde hat der Junge entsprechend auch keine, aber dafür Zusatzlektionen, so lange genug Licht ist, denn Brennmaterial muss gespart werden. Der Druck ist also ziemlich groß, als Hans zum Auswahlexamen für ein renommiertes Stipendium in die Landeshauptstadt Stuttgart fährt, er hat extreme Versagensängste - aber wider eigenes Erwarten besteht er als Zweitbester. Jetzt beginnt also ein Studium im legendären Seminar Maulbronn, wo das Leistungsideal des Vaters realisiert wird: Wer nichts schafft, wird aussortiert. Dasselbe gilt natürlich auch für Quertreiber, Rebellen oder gar Künstler, und als Hans sich mit einer solchen Künstlerseele anfreundet, gerät er immer mehr in Konflikt mit dem System. Die Künstlerseele wird der Schule verwiesen, der Musterschüler, der schon lange keiner mehr ist, gerät unter die Räder der Bildungsmaschine. Hans wird krank; er erleidet einen Zusammenbruch, heute würde man sagen "Burnout". Als Bildungsopfer kehrt er nach Hause zurück und beginnt eine Schlosserlehre. Er erlebt eine kurze Apfelmostromanze, aber der Herbst seines kurzen Lebens ist schon angebrochen: Er wird tot im Fluss gefunden.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2019
- Dauer
- 10:39 min f
- Zielgruppe
- A(7-13)
- Schlagworte
- Buchzusammenfassung, Parodie, Roman
Sachgebiete
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