Robinson Crusoe to go [en]
Eigentlich stammt die Familie von Robinson Crusoe aus Deutschland, deshalb trägt er auch typisch deutsche Werte in die Welt hinaus, und das sind leider nicht die allerbesten. Papa will, dass er Rechtsanwalt wird; er will sich viel lieber erstmal rumtreiben, und erleidet prompt Schiffbruch, was ihm offenbar so gut gefällt, dass er gleich das nächste Schiff besteigt, um in Afrika Eingeborene zu bescheißen. Dabei macht der Rumtreiber 700% Gewinn, und will gleich nochmal, dummerweise wird er dabei versklavt. Aber nicht lange, dann haut er mit einem jungen Mitsklaven ab, wird von einem portugiesischen Schiff aufgelesen und verscheuert seinen Mitsklaven an den Kapitän - gut, eigentlich handelt es sich um Leasing, denn der Mitsklave kommt nach 10 Jahren frei, wenn er sich taufen lässt. Robinson kommt nach Brasilien und wird Plantagenbesitzer, und weil Arbeitskräfte fehlen, will er schnell neue Sklaven in Afrika shoppen, aber BÄNG - wieder Schiffbruch und diesmal richtig. Er überlebt als Einziger und sitzt jetzt jahrelang auf einer Insel fest. Das ist so langweilig, dass er anfängt die Bibel zu lesen und jetzt nicht nur Kapitalist, sondern auch noch Missionar ist, vor allem, als er Kannibalen entdeckt. Denen nimmt er ihr Abendessen weg und ist gottfroh, dass er jetzt endlich wieder jemanden zum Rumkommandieren hat, nämlich Freitag. Da kommt zufällig ein Schiff mit meuternden Engländern vorbei, und weil Ordnung sein muss, rettet Robinson den abgesetzten Kapitän und wird zum Dank wieder mit in die Zivilisation genommen, wo er feststellt, dass der Kapitalismus ihn nicht im Stich gelassen hat, sondern er immer noch reich ist. Gottseidank.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2018
- Dauer
- 06:57 min f
- Zielgruppe
- A(11-13)
- Schlagworte
- Buchzusammenfassung, Parodie, Roman, Sprachunterricht (Englisch)
Sachgebiete
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