The seagull to go
Es geht zunächst mal um Nina, ein mittelmäßig talentiertes Landei, das von einem mittelmäßig begabten jungen Mann namens Konstantin Trepljow aus der Nachbarschaft geliebt wird, diesen aber nicht ernsthaft zurückliebt. Dabei ist sie durchaus in der Lage, ihr Herz als strategische Investition in ihre berufliche Zukunft zu nutzen, wie sich herausstellt, als Trigorin, ein bekannter Schriftsteller, in ihrer heimatlichen Provinz auftaucht. Will heißen: Sie ist sofort total in ihn verliebt, denn er bietet ihr potentiell die Chance, ihr Nest zu verlassen, um in der Stadt künstlerisch Karriere zu machen. Das bricht dem ungeliebten Konstantin das Herz. Zumal seine eigene Mutter, die Arkadina, auch was mit diesem Großkünstler am Laufen hat und dieser Kostja also alle wichtigen Frauen seines Lebens auf einmal klaut. Der Selbstmordversuch, den Trepljow daraufhin unternimmt, ist nur halbherzig und geht schief - wahrscheinlich deshalb hat er auch keinerlei bremsende Wirkung auf Nina, die jetzt Richtung Stadt abflattert. Zwei Jahre später hat sich Konstantin plötzlich selber zum Schriftsteller gemausert, während das ehemalige Nachbarsküken sich künstlerisch eher zum Laufvogel entwickelt hat - denn natürlich hat Trigorin sie nur benutzt und dann sitzengelassen. Als die beiden Nachbarskinder sich wiederbegegnen, stellt er fest, dass er sie immer noch liebt - aber sie kann nicht zurück. Als er diesmal die Pistole in die Hand nimmt, um sich zu töten, weiß er, was er tut.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2017
- Dauer
- 10:13 min f
- Zielgruppe
- A(11-13)
- Schlagworte
- Buchzusammenfassung, Drama (Literatur), Parodie, Sprachunterricht (Englisch)
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