Iphigenie auf Tauris to go
Die Handlung von IPHIGENIE IN TAURIS spielt in der mythischen Vergangenheit. Weil sie von ihrem Vater Agamemnon im Tausch gegen günstigen Wind der Göttin Diana geopfert wurde, entrückte die Göttin die junge Griechin zu den barbarischen Taurern, vielleicht auf der heutigen Insel Krim. Statt sie (wie traditionell üblich) hinzurichten, haben ihr diese Barbaren einen Priesterinnenjob gegeben und so ist sie schon nach ein paar Jahren voll in die Barbarengesellschaft integriert, ja sie hat sogar einen ziemlich zivilisatorischen Einfluss auf den Chefbarbar Thoas. Gut, dieser Erfolg kann schon auch damit zusammenhängen, dass der in sie verliebt ist, aber irgendwie ist zu Anfang des Werkes echt alles gut. Dann jedoch tauchen noch zwei Griechen auf, die in ihrer versnobten Kolonialherrenart erstmal die Taurer um eine Dianastatue erleichtern wollen - hat man ja früher gern gemacht, so Antiquitäten einfach mal als Souvenir einstecken. Jetzt werden die beiden aber geschnappt, und weil Thoas langsam keinen Bock mehr auf Gratifikationsaufschub hat, stellt er seine geliebte Iphi vor die Wahl, ihn entweder zu heiraten und damit quasi endgültig zu zivilisieren, oder er wird wieder der alte Barbar, nur dann müsste sie die Fremden jetzt selber hinrichten, weil sie ja Chefpriesterin der Diana ist. Naja, einer der Fremden stellt sich dann als Iphis Bruder Orest heraus und obwohl sie sowohl Heirats- als auch Hinrichtungsverweigerung erklärt, siegt am Ende die Völkerverständigung. Die Griechen kehren nach Hause zurück, klauen nix, nein lassen auch noch den Humanismus da. Und ehrlich: das passiert bis heute, wenn wir Fremden helfen. Wir kriegen etwas, indem wir geben.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2015
- Dauer
- 09:34 min f
- Zielgruppe
- A(7-13)
- Schlagworte
- Buchzusammenfassung, Drama (Literatur), Parodie, Weimarer Klassik
Sachgebiete
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