Aus dem Leben eines Taugenichts to go
Als der geigenspielende Müllerssohn von seinem Vater vor die Tür gesetzt wird, läuft er einer Frau über den Weg, die eigentlich eine Nummer zu groß für ihn ist. Aber weil ihm ein Gärtnerjob in ihrer unmittelbaren Nähe in den Schoss fällt, pflegt er seine Verliebtheit zu ihr aus der Distanz. Es scheint, dass sie dafür sorgt, dass er völlig ohne Ehrgeiz einen noch besseren, diesmal sogar mit Arbeitsbefreiung verbundenen Posten erhält, aber dann macht es BUMM: Er sieht sie mit einem anderen Typen, woraufhin für ihn feststeht, dass sie wohl vergeben ist - auf die Idee, sie mal zu fragen, kommt er nicht, aber die Eignung von Sprache als Kommunikationsmittel in Beziehungen wird ja ohnehin oft überschätzt. Jedenfalls bricht er jetzt völlig mit seiner kleinbürgerlichen Existenz und macht sich auf nach Süden, so dass die Geschichte sich zu einem echten vormodernen Roadmovie wandelt. Er irrt umher, wird als Anhalter mitgenommen, checkt nix, erfährt große Gastfreundschaft, glaubt immer, seine Angebetete in der Fremde zu finden, aber am Ende wartet die natürlich zu Hause auf ihn. Und jetzt kommt der Hammer: Er heiratet sie und rückt gesellschaftlich zur Schlossallee vor, wird also für seine ganze planlose Aktion noch belohnt! Hier wird das Nixtun zum Ideal erhoben! Und das Geigenspiel! Diese Lektüre ist aus kapitalismuspädagogischer Sicht überhaupt nicht zu empfehlen.
- Anbieter
- Sommer, Michael
- Jahr
- 2015
- Dauer
- 10:06 min f
- Zielgruppe
- A(7-13)
- Schlagworte
- Buchzusammenfassung, Parodie, Romantik (Literatur)
Sachgebiete
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