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Wo in Paris die Sonne aufgeht

Cover: Wo in Paris die Sonne aufgeht

Jacques Audiards moderner Liebesreigen beginnt nicht mit Menschen, sondern mit kühlen Fassaden: Langsam gleitet die Kamera die Fenster der unromantischen Wohntürme des Pariser Neubau-Viertels "Les Olympiades" im 13. Bezirk entlang. Hinter jedem Fenster ein Schicksal, so suggeriert es dieser Filmbeginn. Bei der Suche nach einem Mitbewohner trifft Émilie (Lucie Zhang) auf den Gymnasiallehrer Camille (Makita Samba). Zwei Wochen dauert die aufregende Affäre der beiden, bevor der bindungsscheue Mann wieder auszieht und die schüchterne Jurastudentin Nora (Noémie Merlant) kennenlernt. Die wiederum fühlt sich zum Camgirl Amber (Jehnny Beth) hingezogen. Drei Mädchen und ein Junge: Sie sind Freunde, manchmal Liebhaber, oft beides. Audiards Liebespaare zeichnen sich oft durch Gegensätzlichkeit aus ("Der Geschmack von Haut und Knochen", "Emilia Pérez"). Sein neunter Langfilm basiert auf den in ihrer Unaufgeregtheit eigentlich als unverfilmbar geltenden Kurzgeschichten des New Yorker Comiczeichners Adrian Tomine. Herausgekommen ist ein abgeklärt-romantischer und doch lodernder Liebesfilm, der in den Wettbewerb von Cannes eingeladen und mit fünf César-Nominierungen bedacht wurde.

Anbieter
Jacques Audiard, Valérie Schermann
Jahr
2021
Dauer
106 min
Schlagworte
Drama, Liebe

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