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Mexiko-City, im Rhythmus des Danzón

Cover: Mexiko-City, im Rhythmus des Danzón

"Ein Tänzer spricht mit seinen Schuhen. Er teilt mit seinen Füßen der Welt mit, wie er sich fühlt. Wenn Du glücklich bist, siehst du es an deinen eleganten Schuhen." Sagt der 60jährige Mario Morales, der als Schreiner und Fachmann für Restaurierung und Vergoldung in Mexiko City lebt. Und sich jeden Dienstag im Salon Los Angeles einfindet, um Danzón zu tanzen. Natürlich zu Live-Musik, wie es sich gehört. "Wer den Salon Los Angeles nicht kennt, kennt Mexiko City nicht, sagt Davide, der die Kunde von den wöchentlichen Danzón-Abenden von seinem Handy aus in 54 Länder sendet. Allerdings ist das Los Angeles das letzten seiner Art in der 20-Millionen-Metropole, nirgendwo sonst wird die Tradition des Danzón sonst noch regelmäßig gepflegt. Der Danzón hat seinen Ursprung im französischen „Contredanse“, der wiederum auf englische "country danse" Traditionen zurück geht. Durch Sklaven und Übersiedlern in die "Neue Welt" gelangte er Anfang des 20. Jahrhunderts über Kuba nach Mexiko. Hier ist er heute noch lebendig, eine geliebte Tradition mit einer Musik, die von Danzón-Formationen live gespielt wird. Danzón und Musik aus der Konserve - das geht gar nicht. Getanzt wird auf den Straßen ebenso wie in den legendären Salons - die allerdings nach und nach weniger wurden. Der Salón Los Ángeles ist nun als letzer übrig. Unter den Tänzern sind viele ältere Menschen. Der Danzón bringt sie zusammen, um gemeinsam mit einigen jüngeren das Leben, die Liebe und die Gemeinschaft zu feiern.

Anbieter
Susann Levenig, Kerstin Walz
Jahr
2024
Dauer
52 min
Schlagworte
Alltag, Gesellschaft, Musik

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