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Reconstructing Utøya [OmdU]

Cover: Reconstructing Utøya [OmdU]

Einige Jahre nach dem Massaker auf der norwegische Insel Utøya versammeln sich hier Überlebende und weitere Jugendliche. Rakel, Mohammed, Jenny und Torje erzählen nacheinander ihre persönliche Geschichte jenes Tages, der ihr aller Leben veränderte. Carl Javér inszeniert das auf einer großen schwarzen Bühne. Mit weißem Klebeband markieren die vier nacheinander die jeweiligen Grundrisse der Schauplätze auf dem Boden, wie sie sie damals wahrnahmen. Jeder erzählt den anderen seine individuelle Situation und Position vor dem einschneidenden Erlebnis sowie sein Verhalten währenddessen und danach. Zuvor schon wählte er/sie jemanden aus, der die Erlebnisse nachspielt. Alle vier arbeiten sich in der Rekonstruktion an den Schusslauten ab - jeder anders. Den selbst emotional zutiefst berührten Darstellern gelingt es, die Perspektiven und Gefühle von Rakel, Mohammed, Jenny und Torje so nachzuspielen, dass die Betroffenen wie auch wir als Zuschauer extrem berührt sind. Bei aller Tragik wohnt den Geschichten und wie sie vermittelt werden, durchaus Spannung inne - und in diesen Fällen eben auch ein gutes Ende. Es geht in der sensiblen Inszenierung darum, die traumatischen Erlebnisse zu bewältigen - und nach vorne zu schauen.

Anbieter
Vilda Bomben Film (Göteborg), BJF (Frankfurt am Main), Durchblick e.V. (München)
Jahr
2018
Dauer
ca. 79 min f
Zielgruppe
A(9-13); J(14-18); Q
Schlagworte
Amok, Dokumentarfilm, Gewalt (allgemein), Jugendlager, Konflikt, Lebensbewältigung (allgemein), Lebenseinstellung, Terror (historisch), Terrorismus, Therapie, Tod, Trauer, Trauma

Sachgebiete

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